Jakobsweg Freizeit 2017

220.881 Schritte – 17 Pilger – 5 Tage – auf dem Jakobsweg

Anspannung liegt am Morgen in der Luft. Die Jakobsmuschel am Rucksack befestigt, machen wir uns auf den Weg: immer dem Nürnberger Fernsehturm entgegen. Am Abend lädt uns Pfarrerin Simone Hahn in die Jakobskirche ein. Hier spricht sie jedem einen ganz persönlichen und individuellen Segen zu. Tiefgehend und emotional bewegend endete so der erste Tag.
Da die Kilometerzahl leider nicht stimmte, liefen wir die nächsten Tage mehr als gedacht. Wie gut, dass es Engel wie Christa Huber gibt: Sie wartete mit Keksen und Getränken auf der Strecke und ließ uns in ihrem CVJM übernachten.

Ob wir wandern waren?

Nein wir waren pilgern. Jede Nacht durften wir Gast in Gemeinden sein. Gab es keine Dusche, so kippten wir uns im Pfarrgarten gegenseitig das Wasser über den Kopf. Ging einem unterwegs das Wasser aus, schnappte er sich auch die Flaschen der anderen und klingelte an fremden Türen.
Man traf sich bei wunderschönen alten Kirchen, in denen es einen Stempel für den Pilgerausweis gab oder bei der Rast am Wegesrand. Am Abend berichtete man den anderen von seinen ganzen „Verlaufern“, Erlebnissen und Blessuren.

Gastfreundschaft erfahren

Danke an die Gemeinden in Nürnberg, Weihenzell und Binzwangen und den CVJM Großhabersdorf! Wir waren gerne Gast bei euch und hatten mit so viel Offenheit und Selbstverständlichkeit nicht gerechnet. Einfachheit, Menschlichkeit, Natur, Gruppengefühl, Dankbarkeit, Erschöpfung, Stolz und unser Glauben, das machte unseren Jakobsweg aus.
Hannah Bankel