Neubau

Das Entwurfskonzept des Architekturbüros GP Wirth

ERSATZ FÜR BARACKENALTBAU

Die vom CVJM seit über 60 Jahren als „Stadtheim“ genutzte Baracke ist ein sogenannter Behelfsbau in Holzbauweise. Dieser Behelfsbau entspricht nicht mehr den heutigen Erfordernissen für ein Jugendhaus, sowohl in konstruktiver, funktionaler, brandschutztechnischer, wie auch energetischer Hinsicht. Eine Sanierung ist in Anbetracht der Bausubstanz nicht wirtschaftlich. Vor diesem Hintergrund wurde entschieden, den Behelfsbau rückzubauen und einen Neubau in konventioneller Bauweise, nach aktuellen Bau- und Sicherheitsvorschriften zu errichten.

Zusätzlich zur bisherigen Nutzung, soll in den Neubau neben der Jugendeinrichtung auch eine Wohngemeinschaft für vier Mitarbeiter im Obergeschoss untergebracht werden.

Der Baukörper weist somit zwei Geschosse auf. Im Erdgeschoss befinden sich die Einrichtungen für die Jugendlichen, im Obergeschoss vier Mitarbeiterappartements mit entsprechenden Sozial- und Gemeinschaftsräumen.

Die Grundrissgliederung erfolgt klar und funktional und soll den größtmöglichen Nutzen für die heutigen, wie auch für die zukünftigen Gegebenheiten ermöglichen.

Die Architektur des Gebäudes weist eine Flachdacharchitektur in moderner, jedoch zurückhaltender Formensprache auf. Durch die klare Sprache der Fassaden wird der Neubau dem
historischen Gebäude Hausnummer 21, auf der einen Seite deutlich untergeordnet, wirkt jedoch andererseits durch seine moderne Ausdrucksform ergänzend, sowie überraschend beim Betreten des Grundstücks.

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KÜCHE, SANITÄRRÄUME UND GRUPPENRAUM MIT RAUMTEILER IM ERDGESCHOSS

Mit etwa 80 m² ist der neue Gruppenraum der größte Raum im Erdgeschoß. Durch raumteilende Elemente entstehen ein kleiner Saal oder drei einzeln zu nutzende Gruppenräume. Große Fenster sorgen für Tageslicht von der Ost- und von der Südseite. Gleichzeitig wird bei geteilter Nutzung jeder einzelne Gruppenraum durch die Ostfenster belüftet und mit Tageslicht versorgt. Für entsprechende Nutzungen ist Sonnenschutz und Verdunkelung vorgesehen.

Der Zugang zum Gebäude erfolgt durch einen Windfang von der Nordseite. Ein großes Foyer und eine große, besonders auch für Kochaktionen von Gruppen geeignete Küche sowie Toilettenräume mit Dusche und ein behindertengerechter Sanitärraum ermöglichen die Nutzung unabhängig von den entsprechenden Einrichtungen im historischen Bestandsgebäude (Klause, Toiletten).

MITARBEITERWOHNUNGEN IM OBERGESCHOSS

Die Kleinwohnungen im Obergeschoss sollen für Mitarbeiter (Volontäre, Praktikanten, FSJ etc.) zur Verfügung stehen. Vier etwas über 20 m² große Zimmer, jeweils mit Wohn-Schlaf-Bereich, Dusche und WC sowie ein Gemeinschaftsraum mit Küche stehen hier zur Verfügung.

Der Zugang zum Obergeschoss erfolgt durch eine Außentreppe an der Nordseite des Gebäudes, entkoppelt damit Gruppenräume und Wohnungszugang. Im Obergeschoss entsteht zusätzlich eine kleine Dachterrasse, die aber ausschließlich von den Bewohnern genutzt werden soll.

LAGERRÄUME UND HEIZUNG2016_Bau_OG

Entlang der westlich gelegenen Betonmauer der benachbarten Tiefgarage entsteht ein kleines Nebengebäude für das Stuhllager, die Heizung und die Lagerung von Spielgeräten. Der Zugang zum Stuhllager erfolgt über das Foyer, Heizraum und Spielgerätelager erhalten Zugänge vom Hof.

GARTEN UND PARKPLÄTZE

Der Freibereich wird den Anforderungen an eine Jugendeinrichtung entsprechend eingegrünt und befestigt. Die Außenanlagen dienen als Spielgelände sowohl der Freizeit und Erholung der Jugendlichen, wie auch den funktionalen Flächen für Parken und Anlieferung.

Auf der Südseite des Gebäudes ist ein kleiner Freisitz mit Tisch und Stühlen sowie einem Grillplatz vorgesehen, der für die Gruppenarbeit nutzbar ist. Der Zugang dazu ist sowohl von außen über einen gepflasterten Weg, als auch aus dem Saal bzw. dem südlichen Gruppenraum und der Küche möglich.


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Chronik des Erweiterungsbaus

2009    Nach einer Anfrage des Kirchenvorstands (KV) der Kirchengemeinde ER-Neustadt entwickelt eine Vorstands-Arbeitsgruppe ein erstes Raumkonzept; ein Meinungsaustausch mit dem KV findet statt.

2010    Die Versammlung der Tätigen Mitglieder des CVJM trägt Raumvorstellungen, Wünsche und Anregungen zusammen.

2011    Die Kirchengemeinde steigt aus dem gemeinsamen Projekt aus, gibt aber die grundsätzliche Zustimmung zu den Bauabsichten des CVJM. Auf einer Vorstandsklausur im November wird das Raumkonzept aus den bisherigen Überlegungen weiterentwickelt.

2012     2016_bau_skizzeAuf einer Sondersitzung des KV Neustadt mit Vorstands-Mitgliedern des CVJM und Frau RA Hiersemann werden im Juli zwei alternative Vorschläge für einen Erbpachtvertrag erarbeitet. Im Vorstand werden die Verantwortlichkeiten im Bauprojekt geklärt.

2013    Das Architekturbüro Gerhard P. Wirth legt im März erste Baupläne vor, die vom Vorstand beraten und verändert werden. Die vom Architekten überarbeiteten Pläne liegen im Juli vor.

2014    Im Dezember werden die Baupläne der Stadt zur Genehmigung eingereicht.

2015     Im Juni wird die Baugenehmigung erteilt. Ein erster Spender stellt einen fünfstelligen Betrag für den Neubau zur Verfügung.

2016    Eine MagAZin-Sondernummer zum Neubauvorhaben erscheint.

2017    geplanter Baubeginn im März

2018     geplanter Fertigstellungstermin im April

2018     am 10. Mai (Himmelfahrt) offizielle Hauseinweihung